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Denken wie ein Berg

Foto-Performanceprojekt

Performance: Christine Bänninger
Fotographie: Johanna Encrantz
Ausstellung: Galerie Wengihof Zürich, 2008 und Galerie für alpine Fotografie Bsinti in Braunwald 2015.

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Säntis, 5. Januar 2007

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Eggishorn, 5. Juli 2007

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Aletschgletscher, 5. Juli 2007

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Aletschgletscher, 5. Juli 2007

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Pilatus, 14. März 2007

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Pilatus, 14. März 2007

Denken wie ein Berg

2014/2008/2009
Performance: Christine Bänninger
Fotografie: Johanna Encrantz, www.johannaencrantz.ch

Berge sind gewaltige Natur. Wir gehen in die Berge, um uns freier zu fühlen. Der Wind bläst, es ist kalt, ganz allein steht man an der steinernen Wand und schaut um sich. Felsen, Himmel, die Bergspitzen rundum, Schnee, Eis, Wolken – ein Raum weit weg vom Alltag, mit Überblick und Aussicht, ein Ort, wo sich klare Gedanken schmieden lassen.
Berggipfel sind Projektionsflächen für innere Bilder und Sehnsüchte. In unserer Arbeit wollen wir diese inneren Bilder finden und sammeln. Die Performerin Christine Bänniger ist nicht nur Model für die Fotografin Johanna Encrantz, sie wird zum Kristallisationspunkt zwischen innerer Befindlichkeit und äusserer Wahrnehmung einer extremen Umgebung.
Die Arbeit ist so aufgebaut, dass sie eine Struktur bietet, innere Bilder zu erforschen. Mit inneren Bildern meinen wir Fantasien und Vorstellungen über uns selbst, Identität und Heimat, Sehnsüchte. Beide Künstlerinnen haben ihr eigenes Arbeitsfeld https://findphonebase.ca , die Bildentstehung ist eine Zusammenarbeit von Performance-Art und Fotografie.


Unterschiedliche biografische und künstlerische Hintergründe erweitern den Blickwinkel auf die Arbeit:
 Christine Bänningers Performance bezieht sich auf den Berg als Ort, der sie zu speziellen Handlungen auffordert. Die Fotografie von Johanna Encrantz sucht Stimmungen aufzunehmen, die sie in der Landschaft vorfindet oder auch inszeniert.

Die Zusammenarbeit ermöglicht eine zusätzliche, ‚dritte‘ Beobachtung bei der Bildentstehung. An dieser Arbeit interessiert nicht nur das Bild, sondern ebenso der Prozess der Bildentstehung. Das aufgenommene Bild ist das Ergebnis wechselseitiger Wahrnehmung aus Performance, Fotografie und Umwelt (Berge!). Diese Herangehensweise der Gegenseitigkeit erfordert ein schnelles Reagieren auf das Gegenüber, die Aufnahmen entstehen daher in Serie und vorallem mit einer analogen Kleinbildkamera. Die 2014 entstandenen Fotografien sind teilweise auch digital festgehalten.

Wir reisen zu jeder Jahreszeit an verschiedene Ziele in den Schweizer Alpen und Voralpen. Die Daten dazu werden im Voraus festgelegt, wir lassen uns dabei von der allgemeinen Situation und im Speziellen von der Wettersituation überraschen.